Tokio Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Highlights & Tipps

Luftaufnahme von Tokio mit Blick auf den Tokyo Tower inmitten der dichten Skyline – eine der bekanntesten Tokio Sehenswürdigkeiten

Tokio stand schon lange auf unserer Liste. Und trotzdem hatten wir vor der Reise keine richtige Vorstellung davon, was uns dort eigentlich erwartet. Natürlich kennt man die Bilder. Riesige Leuchtreklamen, volle Kreuzungen, Hochhäuser, Tempel und irgendwo dazwischen Menschenmassen, die scheinbar immer genau wissen, wo sie hinmüssen.

Aber wie fühlt sich eine Stadt mit fast 14 Millionen Einwohnern wirklich an?

Wir hatten mit viel Trubel gerechnet. Mit einer Stadt, die laut ist und vielleicht irgendwann auch ein bisschen anstrengend wird. Tatsächlich war Tokio für uns aber vor allem eines: unglaublich abwechslungsreich.

Du stehst morgens noch mitten in einem Wald vor einem Schrein und hörst kaum etwas von der Stadt. Ein paar Stunden später läufst du über eine der berühmtesten Kreuzungen der Welt und am Abend stehst du zwischen riesigen leuchtenden Fassaden in Shinjuku.

Genau diese Gegensätze haben Tokio für uns so besonders gemacht.

Wir waren außerdem mit unserem Sohn Julian unterwegs. Deshalb haben wir bei unserer Planung nicht nur danach geschaut, welche Tokio Sehenswürdigkeiten man unbedingt gesehen haben sollte, sondern auch, welche davon mit Kind wirklich Spaß machen.

Spoiler: Tokio funktioniert mit Kindern erstaunlich gut.

In diesem Beitrag zeigen wir dir die Sehenswürdigkeiten in Tokio, die wir selbst besucht haben, welche Orte uns besonders gefallen haben und was wir bei einem nächsten Besuch vielleicht anders machen würden.

Hölzernes Torii-Tor am Meiji-Schrein in Tokio, umgeben von dichtem Wald mit Blick auf die Skyline – eine der schönsten Tokio Sehenswürdigkeiten
Am Eingang zum Meiji-Schrein: hinter dem Torii der Wald — und dahinter schon wieder die Hochhäuser.

Tokio Sehenswürdigkeiten planen: Unser wichtigster Tipp vorab

Wenn du das erste Mal nach Tokio reist, sieht die Stadt auf der Karte gar nicht so schlimm aus.

Bis du anfängst, deine Sehenswürdigkeiten einzutragen.

Dann merkst du ziemlich schnell, dass Tokio wirklich riesig ist.

Unser größter Fehler wäre deshalb gewesen, einfach eine Liste mit Sehenswürdigkeiten zu erstellen und diese der Reihe nach abzufahren. Viel sinnvoller ist es, Tokio nach Vierteln zu planen und Orte miteinander zu verbinden, die nah beieinander liegen.

Wir haben zum Beispiel Shibuya und den Meiji Schrein miteinander kombiniert. Shinjuku und das Tokyo Metropolitan Government Building passen ebenfalls perfekt zusammen.

Das spart unglaublich viel Zeit.

Und noch etwas haben wir schnell gemerkt: Plane nicht jeden Tag komplett durch.

Tokio lebt auch davon, einfach mal irgendwo abzubiegen. Wir haben immer wieder Straßen entdeckt, die wir gar nicht auf unserer Liste hatten. Kleine Restaurants, verrückte Geschäfte, Automaten, Spielhallen oder einfach Ecken, in denen wir plötzlich viel länger geblieben sind als geplant.

Unsere wichtigsten Tipps für deine Planung:

  • Sortiere deine Sehenswürdigkeiten nach Stadtvierteln.
  • Plane pro Tag lieber weniger und lass dir Zeit.
  • Unterschätze die Wege nicht. Auch innerhalb eines Viertels läuft man teilweise ziemlich weit.
  • Trag bequeme Schuhe. Du wirst wahrscheinlich deutlich mehr Schritte machen als gedacht.
  • Plane beliebte Sehenswürdigkeiten mit festen Tickets frühzeitig.
  • Versuch mindestens ein oder zwei Viertel sowohl bei Tag als auch bei Nacht zu sehen.

Gerade der letzte Punkt hat für uns einen riesigen Unterschied gemacht.

Was sollte man in Shibuya gesehen haben?

Shibuya war einer der Orte, auf die wir uns vor der Reise besonders gefreut hatten.

Und natürlich kennt man die berühmte Shibuya Crossing von unzähligen Bildern und Videos.

Trotzdem ist es etwas anderes, wenn man das erste Mal selbst davorsteht.

Überall laufen Menschen. Auf den Gebäuden flimmern riesige Werbeflächen und sobald die Ampeln für die Autos auf Rot springen, strömen von allen Seiten gleichzeitig Menschen auf die Kreuzung.

Das Verrückte daran ist, dass es überhaupt nicht chaotisch wirkt.

Irgendwie funktioniert es einfach.

Shibuya bei Tag

Wir haben uns Shibuya zuerst tagsüber angesehen.

Das würden wir auch wieder genauso machen, denn bei Tageslicht nimmt man das Viertel viel bewusster wahr.

Rund um die Kreuzung gibt es unzählige Geschäfte, Cafés, Restaurants und Einkaufszentren. Wenn du gerne ein bisschen durch Läden schlenderst, kannst du hier problemlos mehrere Stunden verbringen.

Natürlich gehört es dazu, selbst einmal über die Shibuya Crossing zu laufen.

Eigentlich passiert dabei nichts Besonderes und trotzdem macht man es.

Und wahrscheinlich nicht nur einmal.

Bei Tageslicht sieht man außerdem sehr gut, wie groß die Kreuzung tatsächlich ist und aus wie vielen Richtungen die Menschen gleichzeitig kommen.

Unser Tipp: Versuch nicht, Shibuya einfach nur schnell abzuhaken. Nimm dir etwas Zeit für das Viertel und komm, wenn möglich, später am Abend noch einmal zurück.

Denn dann beginnt für uns der eigentlich beeindruckende Teil.

Shibuya Crossing in Tokio: Menschenmassen überqueren die berühmte Fußgängerkreuzung, umgeben von riesigen Leuchtreklamen und dem Shibuya 109 – eine der bekanntesten Tokio Sehenswürdigkeiten
Shibuya Crossing am Nachmittag. Bei jeder Grünphase queren hier mehrere Tausend Menschen gleichzeitig.

Shibuya bei Nacht: Für uns noch beeindruckender

Wenn wir uns zwischen Shibuya am Tag und Shibuya bei Nacht entscheiden müssten, würden wir ganz klar den Abend wählen.

Sobald es dunkel wird, verändert sich das Viertel komplett.

Die riesigen Werbetafeln rund um die Kreuzung leuchten, überall blinkt irgendetwas und plötzlich sieht Tokio genauso aus, wie man es aus Filmen kennt.

Wir fanden die bekannte Shibuya Crossing deshalb am Abend deutlich beeindruckender als tagsüber.

Es ist voller, lauter und bunter.

Genau deswegen solltest du dir hier einfach ein bisschen Zeit nehmen.

Lauf über die Kreuzung, geh in die Seitenstraßen und schau dir das Ganze auch einmal von oben an.

Wenn du fotografieren möchtest, lohnt es sich ebenfalls, nicht nur direkt an der Kreuzung stehen zu bleiben. Von etwas weiter oben sieht man erst richtig, wie sich die Menschenströme über die Straße bewegen.

Unser Tipp wäre deshalb, am späten Nachmittag nach Shibuya zu kommen.

So kannst du das Viertel bei Tageslicht entdecken, etwas essen oder einkaufen gehen und anschließend erleben, wie nach und nach überall die Lichter angehen.

Shibuya Crossing in Tokio bei Nacht: Eine Frau steht still auf der beleuchteten Fußgängerkreuzung, während die übrigen Passanten in der Langzeitbelichtung verwischen – im Hintergrund die Leuchtreklamen von Starbucks und TSUTAYA
Dieselbe Kreuzung nach Einbruch der Dunkelheit. Einmal stehen bleiben, während ringsherum alles in Bewegung ist.

Lohnt sich Shibuya Sky?

Für uns ganz klar: Ja.

Shibuya Sky gehört zu den bekanntesten Aussichtspunkten in Tokio und nachdem wir selbst oben waren, können wir verstehen, warum.

Die Aussichtsplattform liegt auf dem Shibuya Scramble Square und befindet sich rund 229 Meter über der Stadt. Von dort oben hast du einen unglaublich weiten Blick über Tokio und vor allem der Außenbereich macht das Ganze noch einmal besonderer.

Wir haben uns allerdings ganz bewusst gegen die beliebteste Uhrzeit rund um den Sonnenuntergang entschieden und sind tagsüber nach oben gefahren.

Und im Nachhinein würden wir es wieder genauso machen.

Natürlich sieht es wunderschön aus, wenn die Sonne langsam über Tokio untergeht und anschließend überall die Lichter angehen. Genau diese Zeit möchten aber auch unglaublich viele andere Besucher erwischen.

Die Tickets rund um den Sonnenuntergang sind deshalb besonders begehrt und häufig schnell ausverkauft. Uns war es wichtiger, Shibuya Sky etwas entspannter erleben zu können, anstatt nur wegen des Sonnenuntergangs mit sehr vielen anderen Menschen gleichzeitig oben zu sein.

Tagsüber war die Aussicht trotzdem beeindruckend und für uns war der Besuch definitiv sein Geld wert.

Rolltreppe zur Aussichtsplattform Shibuya Sky mit Panoramablick über die Skyline von Tokio – beliebte Tokio Sehenswürdigkeit
Die Rolltreppe hinauf zum Shibuya Sky ist schon Teil der Aussicht.

Shibuya Sky Tickets: Unbedingt vorher buchen

Wenn du Shibuya Sky besuchen möchtest, würden wir die Tickets auf jeden Fall vorher kaufen.

Die Tickets sind an einen bestimmten Tag und ein festes Einlassfenster gebunden. Besonders die Uhrzeiten rund um den Sonnenuntergang gehören zu den beliebtesten Zeiten und können schnell ausgebucht sein.

Wenn der Sonnenuntergang für dich unbedingt zu Shibuya Sky dazugehört, solltest du deshalb so früh wie möglich buchen.

Unser persönlicher Tipp wäre aber: Überleg dir, ob es wirklich der Sonnenuntergang sein muss.

Wir fanden Shibuya Sky auch tagsüber absolut sehenswert und konnten die Aussicht viel entspannter genießen.

Gerade bei gutem Wetter ist es beeindruckend, Tokio von oben zu sehen und überhaupt erst einmal zu begreifen, wie riesig diese Stadt ist.

Auch das Wetter solltest du bei deiner Planung im Blick behalten. Bei schlechtem Wetter oder starkem Wind kann der Außenbereich geschlossen werden. Die Aussichtsbereiche im Inneren bleiben zwar grundsätzlich eine Alternative, aber für uns war gerade das offene Dach ein großer Teil des Erlebnisses.

Panoramablick vom Shibuya Sky über Shibuya und den Yoyogi-Park bis zur Skyline von Shinjuku – atemberaubende Tokio Sehenswürdigkeit
Vom Shibuya Sky: der grüne Yoyogi-Park mitten in der Stadt, dahinter die Türme von Shinjuku.

Wo kann man in Tokio stattdessen den Sonnenuntergang sehen?

Wenn du Shibuya Sky lieber tagsüber besuchen möchtest, musst du natürlich trotzdem nicht auf einen Sonnenuntergang über Tokio verzichten.

Es gibt einige schöne Alternativen.

Tokyo Metropolitan Government Building

Eine besonders gute Alternative ist die Aussichtsplattform im Tokyo Metropolitan Government Building in Shinjuku.

Die Aussichtsplattform liegt auf etwa 202 Metern Höhe und der Eintritt ist kostenlos. Von oben hast du einen weiten Blick über die Stadt.

Das lässt sich außerdem perfekt mit einem Besuch in Shinjuku verbinden.

Unser Tipp wäre, am späten Nachmittag nach oben zu fahren und anschließend in Shinjuku zu bleiben, bis es dunkel wird.

Tokyo City View in Roppongi

Eine weitere schöne Möglichkeit ist Tokyo City View im Roppongi Hills Mori Tower.

Die Aussichtsplattform befindet sich im 52. Stock auf etwa 250 Metern Höhe. Von dort kannst du unter anderem den Tokyo Tower, Tokyo Skytree und bei klarem Wetter sogar den Mount Fuji sehen.

Gerade zum Sonnenuntergang ist die Aussicht richtig schön. Tokyo City View zeigt auf seiner eigenen Seite sogar ausdrücklich Ansichten bei Sonnenuntergang und hat regulär bis in den Abend geöffnet.

Der große Vorteil ist für uns vor allem der Blick auf den Tokyo Tower. Wenn langsam die Sonne untergeht und später die Lichter der Stadt angehen, hast du hier ein richtig schönes Tokio Panorama.

Tokyo Tower

Auch der Tokyo Tower selbst eignet sich natürlich für einen Sonnenuntergang über der Stadt.

Wenn du sowieso einen Besuch dort geplant hast, kannst du deine Uhrzeit entsprechend legen und aus einem normalen Besuch gleichzeitig einen Aussichtspunkt zum Abend machen.

Für Familien ist das außerdem eine schöne Möglichkeit, weil du nicht noch einen zusätzlichen Programmpunkt einbauen musst.

Odaiba

Wenn es nicht unbedingt eine Aussichtsplattform sein muss, ist auch Odaiba eine schöne Alternative.

Hier bekommst du eher einen Sonnenuntergang mit Skyline Atmosphäre. Besonders schön ist der Blick Richtung Rainbow Bridge und Tokio.

Danach kannst du direkt bleiben, bis die Brücke und die Stadt beleuchtet sind.

Unser Tipp

Wir würden uns nicht verrückt machen, nur um den Sonnenuntergang unbedingt von Shibuya Sky aus zu sehen.

Shibuya Sky war für uns auch tagsüber eines der Highlights in Tokio.

Den Sonnenuntergang kannst du genauso gut an einem anderen Ort einplanen und hast dadurch sogar zwei verschiedene Tokio Erlebnisse.

Tagsüber stehst du oben auf Shibuya Sky und schaust über diese gigantische Stadt.

Am Abend suchst du dir einen zweiten Aussichtspunkt und beobachtest, wie Tokio langsam zu leuchten beginnt.

Für uns wäre das wieder die entspanntere Variante.

Was muss man in Shinjuku gesehen haben?

Shinjuku war für uns genau dieses Tokio, das man im Kopf hat, bevor man überhaupt nach Japan fliegt.

Hochhäuser, riesige Leuchtreklamen, Restaurants, Menschenmassen und kleine Straßen, in denen gefühlt an jeder Ecke etwas anderes passiert.

Uns hat Shinjuku besonders am Abend gefallen.

Tagsüber wirkt das Viertel schon riesig, aber sobald die Sonne untergeht und überall die Lichter angehen, bekommt Shinjuku noch einmal eine komplett andere Atmosphäre.

Unser Tipp: Versuch gar nicht, hier jede Sehenswürdigkeit gezielt abzulaufen.

Lass dich ein bisschen treiben.

Gerade die kleineren Straßen fanden wir teilweise interessanter als die großen Hauptstraßen.

Wenn du Shinjuku fotografieren möchtest, komm am besten am späten Nachmittag. Dann kannst du zuerst ein bisschen durch das Viertel laufen und bist noch da, wenn es dunkel wird.

Was wir an Tokio generell so faszinierend fanden, zeigt sich in Shinjuku besonders gut.

Eigentlich ist alles voll.

Überall sind Menschen.

Und trotzdem fühlt es sich erstaunlich organisiert an.

Belebte Einkaufsstraße in Shinjuku bei Abenddämmerung mit Leuchtreklamen, Geschäften und Passanten – lebendiges Viertel unter den Tokio Sehenswürdigkeiten
Shinjuku in der Dämmerung — die Straßen füllen sich genau dann, wenn anderswo der Feierabend beginnt.

Tokyo Metropolitan Government Building: Kostenlose Aussicht und Lichtshow

Wenn du in Shinjuku bist, solltest du dir auch das Tokyo Metropolitan Government Building anschauen.

Das Gebäude ist schon allein durch seine Größe beeindruckend.

Besonders bekannt ist es wegen der Aussicht über Tokio. Und das Schöne daran ist, dass du dafür nicht unbedingt einen der teuren Aussichtspunkte der Stadt buchen musst.

Für uns war aber noch etwas anderes interessant.

Am Abend gibt es Projektionen direkt auf der riesigen Gebäudefassade.

Die Dimensionen sind schwer auf Fotos einzufangen. Wenn plötzlich die komplette Hauswand Teil der Show wird, wirkt das vor Ort noch einmal ganz anders.

Gerade mit Kind fanden wir das richtig schön.

Unser Tipp:

  • Verbinde das Government Building direkt mit Shinjuku.
  • Komm am besten am späten Nachmittag oder Abend.
  • Plane etwas Zeit für die Aussicht ein.
  • Bleib nach Einbruch der Dunkelheit für die Projektionen.

So bekommst du Aussicht und Abendprogramm an einem Ort und musst nicht noch einmal quer durch Tokio fahren.

Tokyo Metropolitan Government Building bei Nacht mit bunter Lichtprojektion auf den Zwillingstürmen – markante Tokio Sehenswürdigkeit
Auf die Zwillingstürme des Rathauses wird abends projiziert. Kostet nichts — so wie die Aussicht weiter oben.

Welche Tempel und Schreine in Tokio sollte man sehen?

Bei Tokio denkt man wahrscheinlich zuerst an Hochhäuser und Neonlichter.

Aber gerade die Tempel und Schreine haben uns gezeigt, wie unterschiedlich sich diese Stadt innerhalb weniger Minuten anfühlen kann.

Wir haben unter anderem den Meiji Schrein und den Sensō ji Tempel besucht.

Beide könnten kaum unterschiedlicher sein.

Und genau deshalb würden wir auch beide wieder anschauen.

Meiji Schrein: Plötzlich ist die Großstadt verschwunden

Der Meiji Schrein war einer dieser Orte, bei denen wir uns kurz gefragt haben, ob wir wirklich noch mitten in Tokio sind.

Schon der Weg dorthin ist wunderschön.

Du läufst durch ein riesiges Torii Tor und anschließend durch ein bewaldetes Gebiet Richtung Schrein.

Spaziergang auf dem schattigen Waldweg zum Meiji-Schrein in Tokio, umgeben von hohen Bäumen – ruhige Oase unter den Tokio Sehenswürdigkeiten
Ein paar Minuten vom Bahnhof entfernt hört man die Stadt plötzlich nicht mehr.

Je weiter man hineinläuft, desto weniger hört man vom Verkehr.

Nach Shibuya und Shinjuku war diese Ruhe fast schon ungewohnt.

Wir fanden aber genau diesen Kontrast besonders schön.

Der Weg gehört hier für uns genauso zum Erlebnis wie der Schrein selbst. Deshalb solltest du nicht nur schnell hineinlaufen, ein Foto machen und wieder verschwinden.

Lass dir Zeit.

Schau dir die Umgebung an und genieße einfach mal, dass eine der größten Städte der Welt plötzlich ganz weit weg wirkt.

Der Meiji Schrein lässt sich außerdem sehr gut mit Harajuku und später mit Shibuya verbinden.

So hast du an einem Tag innerhalb weniger Stunden drei vollkommen unterschiedliche Seiten von Tokio.

Kunstvoll bemalte Sake-Fässer (Kazaridaru) japanischer Brauereien, gestapelt am Meiji-Schrein in Tokio – traditionelle Tokio Sehenswürdigkeit
Die bemalten Fässer am Weg zum Schrein sind Spenden japanischer Brauereien.

Sensō ji Tempel: Traditionelles Tokio in Asakusa

Ganz anders haben wir den Sensō ji Tempel erlebt.

Der Tempel liegt in Asakusa und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Tokios.

Schon der Weg zum eigentlichen Tempel ist hier Teil des Erlebnisses.

Durch das große Kaminarimon Tor gelangst du in Richtung Nakamise Street. Dort reihen sich kleine Geschäfte mit Souvenirs, japanischen Snacks und traditionellen Produkten aneinander.

Entsprechend voll kann es werden.

Wenn du die Tempelanlage etwas ruhiger erleben möchtest, würden wir versuchen, möglichst früh am Morgen zu kommen.

Tagsüber gehört das Gewusel allerdings irgendwie dazu.

Uns hat hier wieder dieser typische Tokio Kontrast gefallen.

Auf der einen Seite hast du den historischen Tempel und traditionelle Gebäude. Auf der anderen Seite weißt du, dass du dich immer noch in einer riesigen modernen Metropole befindest.

Für Asakusa würden wir etwas mehr Zeit einplanen.

Nicht nur zum Tempel laufen und wieder zurück.

Schau dich in den umliegenden Straßen um, probier etwas zu essen und lass die Gegend ein bisschen auf dich wirken.

Sensō-ji-Tempel in Asakusa mit rotem Hōzōmon-Tor und fünfstöckiger Pagode vor blauem Himmel – berühmter buddhistischer Tempel unter den Tokio Sehenswürdigkeiten
Der Sensō-ji kurz nach dem Öffnen: Hōzōmon-Tor, fünfstöckige Pagode — und für ein paar Minuten fast niemand sonst.

Tokio mit Kindern: Welche Sehenswürdigkeiten haben uns gefallen?

Vor unserer Reise haben wir uns natürlich gefragt, wie gut Tokio mit Kind funktioniert.

Große Stadt, viele Menschen, lange Wege.

Klingt erst einmal nicht unbedingt nach einem entspannten Familienurlaub.

Wir waren mit Julian unterwegs und waren ziemlich überrascht, wie gut das funktioniert hat.

Natürlich gibt es Tage, an denen man sehr viel läuft. Deshalb würden wir mit Kind nicht versuchen, fünf oder sechs große Programmpunkte in einen Tag zu quetschen.

Aber es gibt in Tokio unglaublich viel zu entdecken, was nicht nur für Erwachsene interessant ist.

Gerade Tokyo Tower und teamLab Borderless waren für uns gute Beispiele dafür.

Unser wichtigster Tipp für Tokio mit Kind ist deshalb: Misch klassische Sehenswürdigkeiten mit Erlebnissen.

Ein Tempel am Morgen, danach etwas, das für Kinder spannender ist und am Abend vielleicht noch ein beleuchtetes Viertel.

So hatten wir nie das Gefühl, dass Julian einfach nur bei unserem Erwachsenenprogramm mitlaufen musste.

Tokyo Tower mit Kind: Lohnt sich der Besuch?

Den Tokyo Tower wollten wir unbedingt sehen.

Allein optisch ist er eines der Wahrzeichen, die man sofort mit Tokio verbindet.

Mit seiner rot weißen Konstruktion erinnert er natürlich ein bisschen an den Eiffelturm.

Für Julian war der Besuch besonders spannend, aber auch wir Erwachsenen fanden den Tokyo Tower wirklich schön.

Gerade wenn du Tokio mit Kindern besuchst, ist der Tower eine gute Abwechslung zu Tempeln, Schreinen und Einkaufsvierteln.

Und natürlich ist es für Kinder immer etwas anderes, wenn man plötzlich hoch über der Stadt steht und sieht, wie riesig Tokio tatsächlich ist.

Uns hat der Besuch deshalb als Familie gut gefallen.

Auch wenn du nicht nach oben möchtest, würden wir den Tokyo Tower zumindest von außen anschauen.

Besonders am Abend, wenn der Turm beleuchtet ist, sieht er richtig schön aus.

Unser Tipp: Wenn du gute Fotos vom Tower möchtest, plane nicht nur den Besuch im Gebäude ein. Such dir zusätzlich einen schönen Blick von außen auf den Turm.

Beleuchteter Tokyo Tower bei Nacht, im Vordergrund eine Straßenszene mit Passanten und Geschäften – bekanntes Wahrzeichen unter den Tokio Sehenswürdigkeiten
Der Tokyo Tower taucht zwischen den Häusern auf, wenn man ihn gar nicht erwartet. Unten ein 7-Eleven wie überall.

teamLab Borderless Tokio: Lohnt es sich?

Ja.

Zumindest für uns war teamLab Borderless eines der außergewöhnlichsten Erlebnisse in Tokio.

Das Schwierige ist eigentlich, vorher zu erklären, was einen dort erwartet.

Es ist kein Museum, bei dem du von Bild zu Bild läufst und daneben kleine Schilder liest.

Stattdessen bewegst du dich durch Räume voller Licht, Spiegel, Projektionen und digitaler Kunst.

Manche Räume verändern sich permanent.

Du gehst irgendwo hinein und weißt teilweise gar nicht, was dich dahinter erwartet.

Genau das hat es auch für Julian spannend gemacht.

Aber teamLab Borderless ist definitiv keine reine Kinderattraktion.

Wir fanden es selbst mindestens genauso beeindruckend.

Unser Tipp ist deshalb, genügend Zeit einzuplanen.

Versuch nicht, möglichst schnell alle Räume zu finden und alles abzuhaken. Ein Teil des Erlebnisses besteht gerade darin, sich treiben zu lassen.

Was uns außerdem gefallen hat: Nach mehreren klassischen Tokio Sehenswürdigkeiten war teamLab Borderless noch einmal etwas komplett anderes.

Wenn du also nach einer Aktivität suchst, die Erwachsene und Kinder gleichermaßen spannend finden können, würden wir es wieder einplanen.

Tickets würden wir vorher reservieren, damit du deinen gewünschten Tag besser planen kannst.

Besucher sitzen in einer immersiven Lichtinstallation von teamLab mit strömenden blauen Linien und goldenen Blütenpartikeln – digitale Kunstwelt unter den Tokio Sehenswürdigkeiten
Bei teamLab setzt man sich einfach auf den Boden und lässt die Bilder über sich hinwegziehen.

Ginza bei Nacht: Lohnt sich das Viertel?

Ginza zeigt noch einmal eine andere Seite von Tokio.

Das Viertel ist bekannt für große Kaufhäuser, Luxusmarken und teilweise spektakulär gestaltete Gebäude.

Wir wollten hier gar nicht groß einkaufen.

Trotzdem hat uns Ginza am Abend richtig gut gefallen.

Sobald die Fassaden und Schaufenster beleuchtet sind, wirkt das Viertel unglaublich elegant.

Es ist anders als Shibuya.

Weniger wild.

Weniger chaotisch.

Aber trotzdem ganz klar Tokio.

Wir würden Ginza deshalb nicht unbedingt mitten am Tag einplanen.

Wenn du sowieso noch einen freien Abend hast, komm nach Einbruch der Dunkelheit und lauf einfach durch die Straßen.

Uns hat genau diese Atmosphäre gefallen.

Und das zeigt wieder, warum wir empfehlen würden, Tokio nicht nur anhand einzelner Sehenswürdigkeiten zu planen.

Manchmal ist ein Viertel als Ganzes das eigentliche Highlight.

Belebte Gasse im Ginza-Viertel bei Nacht mit Leuchtreklamen von Bars und Restaurants – elegantes Ausgehviertel unter den Tokio Sehenswürdigkeiten
Ginza abseits der großen Kreuzung: schmale Gassen, in denen sich die Lokale übereinanderstapeln.

Wie viele Tage braucht man für Tokio Sehenswürdigkeiten?

Das ist wahrscheinlich eine der schwierigsten Fragen überhaupt.

Man könnte Wochen in Tokio verbringen und hätte danach vermutlich immer noch das Gefühl, nur einen kleinen Teil gesehen zu haben.

Für einen ersten Besuch würden wir aber vor allem darauf achten, nicht zu viel in einzelne Tage zu packen.

Du läufst in Tokio sehr viel.

Dazu kommen Fahrten mit Bahn und Metro, Essenspausen und die ganzen Dinge, die man unterwegs spontan entdeckt.

Wenn du jeden Tag komplett durchtaktest, wird aus der Reise irgendwann nur noch eine Liste, die abgearbeitet werden muss.

Wir würden die Orte ungefähr so miteinander kombinieren:

  • Meiji Schrein, Harajuku und Shibuya
  • Shinjuku und Tokyo Metropolitan Government Building
  • Sensō ji Tempel und Asakusa
  • Tokyo Tower mit weiteren Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
  • teamLab Borderless mit einem etwas entspannteren restlichen Tagesprogramm
  • Ginza am Abend

Shibuya würden wir so planen, dass du zumindest einmal bis nach Einbruch der Dunkelheit bleibst.

Und ganz wichtig: Bau bewusst Lücken ein.

Tokio ist keine Stadt, in der du nur von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit laufen solltest.

Ein großer Teil unseres Tokio Erlebnisses ist genau zwischen diesen Orten passiert.

Person sitzt lächelnd in Meditationspose mitten auf der belebten Shibuya Crossing in Tokio, umgeben von Passanten
Ein Moment Ruhe mitten auf der Shibuya Crossing — zumindest für die Dauer eines Fotos.

Was sollte man für einen Sightseeing Tag in Tokio dabeihaben?

Eine Sache hatten wir unterschätzt: wie viel man in Tokio läuft.

20.000 Schritte an einem Tag sind schneller erreicht, als man denkt.

Je nach Reisezeit kommt dazu Wärme und eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit.

Deshalb würden wir den Tagesrucksack so leicht wie möglich halten.

Bei uns gehören inzwischen ein paar Dinge fast immer hinein:

  • Wasser
  • Powerbank
  • Sonnencreme
  • Taschentücher
  • ein kleines Handtuch
  • möglichst wenig unnötiger Ballast

Gerade ein kleines Handtuch fanden wir unterwegs praktisch. Dafür braucht es kein großes Badetuch, das den halben Rucksack ausfüllt.

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Wir würden für einen normalen Sightseeing Tag trotzdem immer die kleine Variante nehmen.

Je weniger man nach 20.000 Schritten noch auf dem Rücken trägt, desto besser.

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Unsere Tokio Tipps auf einen Blick

Falls du gerade mitten in der Reiseplanung steckst, hier noch einmal die wichtigsten Dinge, die wir aus unserem Tokio Besuch mitgenommen haben:

  • Plane deine Tokio Sehenswürdigkeiten nach Vierteln und nicht einzeln.
  • Schau dir Shibuya unbedingt auch bei Nacht an.
  • Kauf beliebte Tickets wie Shibuya Sky rechtzeitig.
  • Wenn dir eine Sehenswürdigkeit zu voll erscheint, lass sie aus. Tokio hat genug Alternativen.
  • Kombiniere den Meiji Schrein mit Harajuku und Shibuya.
  • Verbinde Shinjuku mit dem Tokyo Metropolitan Government Building.
  • Plane für teamLab Borderless genügend Zeit ein.
  • Besuch Ginza nach Möglichkeit am Abend.
  • Mit Kindern funktionieren Tokyo Tower und teamLab Borderless richtig gut.
  • Pack nicht jeden Tag komplett voll.
  • Trag bequeme Schuhe.
  • Rechne damit, sehr viel zu laufen.
  • Lass dir Zeit für die Viertel und konzentriere dich nicht nur auf einzelne Sehenswürdigkeiten.

Unser Fazit zu den schönsten Tokio Sehenswürdigkeiten

Vor unserer Reise hatten wir Tokio vor allem mit Menschenmassen, Hochhäusern und Neonlichtern verbunden.

All das gibt es.

Und zwar mehr als genug.

Aber Tokio war für uns viel abwechslungsreicher, als wir erwartet hatten.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum uns die Stadt so fasziniert hat.

Morgens läufst du durch den Wald zum Meiji Schrein und ein paar Stunden später stehst du mitten auf der Shibuya Crossing. Danach tauchst du bei teamLab Borderless in eine komplett andere Welt ein und am Abend stehst du zwischen den leuchtenden Fassaden von Shinjuku oder Ginza.

Und mittendrin reist ein Kind mit, das vieles noch einmal mit ganz anderen Augen sieht.

Für uns gehören Shibuya bei Nacht, Shinjuku, der Meiji Schrein, der Sensō ji Tempel, Tokyo Tower, teamLab Borderless und Ginza ganz klar zu den schönsten Tokio Sehenswürdigkeiten unserer Reise.

Denn wir haben in Tokio vor allem eines gelernt: Man muss nicht jede Sehenswürdigkeit besuchen, nur weil sie gerade auf jeder Liste steht.

Such dir die Orte aus, auf die du wirklich Lust hast.

Lass ein bisschen Platz für spontane Entdeckungen.

Und versuch nicht, Tokio komplett sehen zu wollen.

Das funktioniert sowieso nicht.

Vielleicht ist genau das der beste Grund, irgendwann noch einmal zurückzukommen.

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